Welanus wurde im Juli 2016 als Notfallpferd vom Verein «Zweites Leben für Sportpferde» aufgenommen. Wie bei allen Pferden wird mit den Besitzern mündlich vereinbart, dass die Pferde (sofern die Pferde sich hier auf dem Burgstallhof wohlfühlen) hier alt werden und auch hier auf dem Hof sterben dürfen. Gerade bei ehemaligen Rennpferden ist es von essentieller Bedeutung, dass sie wissen, dass sie «angekommen» sind und ihren Lebensplatz gefunden haben.
Leider gilt dies nicht für den super sympathischen Welanus. Die Besitzerin möchte sich von ihm trennen und der Verein hat die finanziellen Möglichkeiten nicht, ein Pferd für die nächsten 10 Jahren zu finanzieren. Der Verein bezahlt jeweils Zahnarzt, Grosstierrettungsdienst, Wurmkuren, Hufpflege/Hufschmied und sämtliches Material, das vom Pferd benötigt wird. Für die anderen Kosten muss der Besitzer aufkommen. Unsere Hauptaufgabe ist jedoch die unentgeltliche Beschäftigung der Pferde. Die ehemaligen Spitzensportler möchten auch nach Karrieren-Ende noch eine Aufgabe haben. So sehen wir es als unsere Aufgabe, jedes Pferd in seinen Stärken zu fördern.
Was bedeutet das für «unseren» (der eben nicht uns gehört) Welanus?
Der 11-jährige Wallach liebt Bodenarbeit und ist auf gut Deutsch für jeden Quatsch zu haben. Er liebt es, gefordert und gefördert zu werden. Er ist vom Wesen her eher «charakterstark». Wenn man sein Herz erobert hat, geht er mit einem jedoch durch dick und dünn. Also ein richtiger Freund fürs Leben. Bei einer erfahrenen und einfühlsamen Person, könnten wir uns auch vorstellen, dass er auch noch geritten werden kann.
Er versteht sich sehr gut mit den anderen Wallachen in der Herde. Täglicher Weidegang ist ein Muss. Uns ist es ein sehr, sehr grosses Anliegen, dass Welanus einen definitiven Lebensplatz erhalten darf. Falls jemand Interesse hätte, Welanus zu kaufen, würden wir auch die Möglichkeit bieten, dass er hier auf dem Hof bleiben darf. Wir sind für alle Optionen offen, solange es für Welanus, der uns so am Herzen liegt, am besten passt.
Helft bitte mit, für ihn eine optimale Lösung zu finden.
Platz vor Preis
Wir sind auch daran, unsere Finanzen auf den Kopf zu stellen. Aber wir können es drehen oder wenden, wie wir das möchten, leider hat der Verein die finanziellen Möglichkeiten und Sponsoren nicht. Falls jemand eine Idee hätte, kann er/sie sich sehr gerne direkt an uns wenden. DANKE
Nach dem Motto "reden ist silber, schweigen ist gold" durfte der mittlerweile 20-jährige Hengst "Royal" ganz schöne Minuten mit Diana verbringen. Dieses Video sagt mehr als 1000 Worte. Manchmal sind die ruhigen, stillen Momente für Pferd und Mensch die tiefgreifendsten.
Währendem die Welt in den letzten Wochen wegen Corona schon fast stehen blieb, hat die 7-jährige Vollblut-Stute «Shanti» beim Verein «Zweites Leben für Sportpferde» ein Plätzchen im Galopp ergattert. Die Schimmelstute hat verschiedene Charakterzüge: wenn es ums Fressen geht, würde sie sogar Berge versetzen, wenn sie aber einen Schritt zur Seite machen soll, weil sie gerade im Wege steht, zeigt sie für solche Aktionen wenig Verständnis und kann dann schon etwas «gfürchig» werden. Das Grund A,B,C von den Knigge-Manieren scheint ihr nicht in die Wiege gelegt worden zu sein… Sie hat ihre eigene Sprache. Sie wird sehr gerne angefasst, aber auch nur, wenn sie es wünscht :-). Ihr Vertrauen zu den Menschen wächst aber von Tag zu Tag, und sie lernt das Dasein mit dem «Zweibeiner» zu geniessen. Wir sind froh, sie bei uns zu haben und freuen uns, mit Shanti viele Jahre zu verbringen.
Eigentlich sollte der Boden gerecht werden. Der 20-jährige Royal hatte aber so eine grosse Überzeugungskraft, dass der Rechnen fast von alleine den Weg zu ihm fand... Und nur so neben bei, alles was unter 10 Minuten ist, findet Royal zu wenig. :-)
Die Corona-Zeit beeinflusst natürlich auch unseren Alltag. Viele Paten und Patinnen kommen jeweils aus der Schweiz und besuchten die Pferde sehr regelmässig. Seit dem 15.3.20 ist dies leider nicht mehr möglich. Es ist sicher so, dass die Pferde all «ihre» Paten und Patinnen stark vermissen, dennoch geniessen sie den Weidegang in vollen Zügen.
An dieser Stelle möchten wir einfach allen von Herzen DANKE sagen.
So sieht der Pferde-Alltag aus: einmal ganz friedlich und dann wieder sehr dynamisch :-)
Prince, Roma, Favorita, La Bamba, Grey Dylan und Alpha Mail sind unterwegs mit vielen engagierten Paten und Patinnen.
Das Patentreffen vom vergangenen Sonntag wird der kleinen Runde, die daran teilnehmen konnte, ganz besonders in Erinnerung bleiben. Des sonnigen und milden Vorfrühlingswetters wegen sass man zuerst im Freien zu Kaffee und Kuchen zusammen, umgeben von friedlich grasenden Vereinspferden. Idylle pur. Wäre da nicht die Ungewissheit, wie lange man dieses Stück heile Welt auf dem Burgstallhof noch ohne Einschränkungen geniessen kann. Denn die Entwicklung des Corona-Virus war natürlich auch unter den Paten das zentrale Thema.
Geniessen in vollen Zügen war also angesagt beim herrlichen Spaziergang durch die erwachende Natur. Denn noch bevor eine weitere Gruppe Pferde bewegt werden konnte traf die Hiobsbotschaft ein mit der Ankündigung, dass die Grenzen am Montagmorgen geschlossen werden. Die Welt da draussen steht Kopf und wir wissen nicht, was in den nächsten Wochen noch alles auf uns zukommen wird. Gottseidank bekommen unsere Vereinspferde, die in ihrem Zuhause ein schönes zweites Leben verbringen dürfen, nichts von all dem mit. Wir Schweizer Paten werden unsere Lieblinge vermissen.
Das Geschlecht?... Nein, zwei Stuten und ein Hengst
Die Farbe?... Nein, ein Fuchs, ein Dunkelbrauner und ein Rappe
Den Charakter?... Nein, Berberis ist eher misstrauisch und zurückhaltend, Favorita wäre am liebsten ein «Schosshund», den man den ganzen Tag krault und der königliche Royal dirigiert sanft, aber bestimmt alle Menschen rum.
Das Alter?... Ja :-). Unsere «Oldies» feiern in diesem Jahr alle ihren 20. Geburtstag. Sie erfreuen sich zum Glück bester Gesundheit. Berberis und Favorita mögen Bodenarbeit und Spaziergänge. Der Hengst Royal wird auch noch regelmässig an der Hand auf dem Platz bewegt. Was bei all den Aktivitäten natürlich nie fehlen darf? Viel Lob und Karotten :-)
Die drei freuen sich über jeden Besuch – ihr seid herzlich Willkommen, unseren Oldie-Club besuchen zu kommen.
Das Motto des ersten Patenschaftstreffen lautete: «Geniessen und einfach Spass haben». Die Pferde genossen in vollen Zügen jegliche Streicheleinheiten, Zuwendung, Beschäftigung und zu guter letzt natürlich jede Menge «Gutzelis». Die Paten und der Vorstand des Vereins «Zweites Leben für Sportpferde» waren fast durchs Band weg gesundheitlich angeschlagen. Dennoch waren die Paten und Patinnen mit Eifer mit dabei.
Unser November-Zugang Favorita übernahm beim Spaziergang gleich die Führung und zeigte mit ihren 20 Jahren den anderen Pferden den Weg.
Das Patenschaftstreffen fand mit der Feier zweier Geburtstage einen schönen Ausgang, auf den wir anstossen durften
Rundum ein gelungener Start ins 2020.
Zur grossen Freude aller Vereinspferde unterstützt die Firma Optimera erneut die Pferde des Vereins "Zweites Leben für Sportpferde" mit einer grossen Mashlieferung. Gerade in den letzten Wochen hat vor allem Bambi einiges an Mash zu sich nehmen dürfen. Sie hatte während ein paar Tagen (gerade um Weihnachten herum) mit einer Kolik (Bauchschmerzen) zu kämpfen. Das Mash hat ihr sicherlich auch geholfen, den Darm wieder in Schwung zu bringen.
Natürlich bekommen auch die anderen Pferde zweimal wöchentlich ihre Mashportionen. Bei keiner anderen Mahlzeit ist das Pferdegewieher so laut wie bei der Mashgabe.
Herzlichen Dank für diese Spende, welche die Pferde mit Leib und Seele geniessen.